Archiv für Juli 2009

Hintergrundartikel über Bauplatzbesetzung in Hannover

Boehringer, Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern, plant ab Herbst, ein Tierversuchslabor in Hannover zu bauen, in welchem Impfstoffe für Schweine getestet werden sollen, um derern Massenhaltung zu optimieren. Nachdem es dagegen schon von verschiedener Seite Widerstand gab, besetzten am 2. Juli rund 30 unabhängige AktivistInnen den Bauplatz.
Ein Artikel über den bisherigen Widerstand, die Besetzung, Repression, Tierversuche, Tierhaltung, Speziesismus, Boehringer und weiteren Widerstand (mehr…)

Hintergrundartikel über Bauplatzbesetzung in Hannover

Boehringer, Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern, plant ab Herbst, ein Tierversuchslabor in Hannover zu bauen, in welchem Impfstoffe für Schweine getestet werden sollen, um derern Massenhaltung zu optimieren. Nachdem es dagegen schon von verschiedener Seite Widerstand gab, besetzten am 2. Juli rund 30 unabhängige AktivistInnen den Bauplatz.
Ein Artikel über den bisherigen Widerstand, die Besetzung, Repression, Tierversuche, Tierhaltung, Speziesismus, Boehringer und weiteren Widerstand

Bisheriger Widerstand

Der bisherige Widerstand gliedert sich in den der „Bügerinitiative gegen Massentierversuche in Wohngebieten“ und den verschiedener Tierschutz- und Tierbefreiungsgruppen.

Die BI sammelte bisher über 7000 Unterschriften bei Infoständen u.ä. Um politischen Druck ausüben zu können.Im Sommer und Herbst 2008 fanden 3 Demonstrationen mit klaren Tierbefreiungspositionen statt, auch eine antispeziesistische Demo, die nicht nur Boehringers Versuchslabor, sondern ebenso andere tierausbeuterische Unternehmen wie Escada und das kapitalistische Wirtschaftssystem als ganzes kritisierte.

Boehringer plante das Tierversuchslabor vorher bereits in Tübingen, zogen sich dort aber zurück weil der Widerstand der AnwohnerInnen zu massiv war.

Die Besetzung

Das Gelände auf dem das Versuchslabor gebaut werden soll besteht zur Hälfte aus ehemaligen Kleingärten mit Hütten und Häusern, welche teilweise von den BesetzerInnen bewohnt werden oder umfunktioniert wurden zu Werkstätten, einer Direct-Action-Ausstellung, Kunsträumen, und anderem. Die andere Hälfte des Geländes besteht aus Wiesen und Hecken. Hier wurden Zelte aufgeschlagen, Kompostklos gebaut und Infohütten gezimmert. Auf dem Gelände gibt es außerdem eine Eiche auf der eine Plattform errichtet wurde, die im Fall einer Räumung schwer zu erreichen ist. Die Tierversuchsgegener haben sich für die Besetzung des Geländes entschieden, um sich direkt dem Vorhaben Boehringers in den Weg zu stellen, und um von dort aus Öffentlichkeitsarbeit machen zu können.

Die Besetzung soll auch einen Freiraum darstellen. Frei von Verwertungslogik und soweit möglich von Diskriminierungen aller Art. Ein Ort für Ideen und deren Umsetzung.

Zum Beispiel wird die Besetzung auch genutzt für verschiedenste Veranstaltungen. So gibt es zum Beispiel Vorträge über verschiedene antispeziesistische Theorien, Schreinerworkshops, Direct-Action Workshops, Konzerte, Hörspielkneipen und mehr.

Repression gegen die Besetzung

Als die Besetzung bekannt wurde fuhr die Popelei erstmal alles auf was sie zusammentrommeln konnte, und die BesetzerInnen gingen schon von einer Räumung aus. Dann beschloss Boehringer aber die Besetzung erstmal zu dulden und für einige Zeit war es ruhig. Vor kurzem begann Boehringer aber in die Trickkiste zu greifen: Die Hütten würden Asbest enthalten und müssten deshalb für die Gesundheit der BesetzerInnen abgerissen werden. Es gibt aber Hütten die komplett aus Holz sind, die Boehringer auch abreißen lassen will. Der Asbest ist also nur ein vorgeschobenes Argument. Siehe: http://de.indymedia.org/2009/07/256977.shtml

Die BesetzerInnen kündigten an den Abriß der Hütten wie eine Räumung zubehandeln und ihn blockieren zu wollen.

In der Nacht auf vergangenen Dienstag wurden Parolen gegen Boehringer am Haus von Oberbürgermeister Weil gesprayt. Das nahm die Polizei zum Anlass mit einer Hundertschaft auf die Besetzung zu stürmen und alle Personalien aufzunehmen, die dazugehörenden Personen gelten nun als Verdächtigt. Da es keinen konkreten Verdacht gibt dass die TäterInnen sich auf der Besetzung aufhalten könnten war diese Aktion der Popelzei rechtswidrig.

Die Bullen stellten außerdem einen Eimer roter Farbe sicher (die Sprüche waren mit roter Farbe geschrieben) welcher darauf überprüft werden soll (vom LKA) ob er identisch ist mit der Farbe an der Wand.

Niemand hat einen Bullen gesehen der mit einem Eimer Farbe das Gelände verlassen hat.

Auf den Bildern ist eindeutig zu sehen dass die Sprüche gesprüht und nicht gepinselt wurden

Siehe: http://de.indymedia.org/2009/07/257032.shtml

Tierversuche

Im allgemeinen lässt sich über Tierversuche sagen, dass sie genau keinen Sinn ergeben, da Ergebnissen von Mäusen, Schweinen u.s.w. Keine Aussagen treffen über die Reaktion des menschlichen Körpers.Bei diesem Versuchslabor von Boehringer geht es aber nicht darum Produkte für Menschen an Nicht-menschlichen-tieren zu testen, sondern darum, die Massentierhaltung (hier Schweine) zu optimieren. Da Massentierhaltung immer grausamere Ausmaße annimmt, wird auch die Ansteckungsgefahr der Schweine untereinander gesteigert. Schnell sind Seuchen ausgelöst, an denen tausende Schweine sterben. Nicht das der Tod der Tiere ein Problem wäre, diese Leben eh nur um geschlachtet zu werden. Durch die Krankheiten entstehen aber große Ausfälle. Um diese zu verhindern, sollen also Impfstoffe entwickelt und getestet werden. Das ganze wird dann „Tiergesundheitsbranche“ genannt um zu verschleiern, dass das ganze System darauf ausgerichtet ist kranke Tiere zu erzeugen (die sich nicht bewegen können und nie das Sonnenlicht sehen) die halt bloß nicht, vor dem Schlachttermin verrecken sollen.

(Massen-) Tierhaltung

Steigender Fleischkonsum führt zu immer mehr, immer größeren Massentierhaltungsanlagen. Täglich finden Massenmorde in den Schlachthöfen statt. Die meisten der Tiere haben nur wenige Monate gelebt, hatten keine Bewegung und nur künstliches Licht. Ein Leben in gewalttätigen Verhältnissen, welche Schmerz und Qual erzeugen, mit dem einzigen Zweck: Fleisch- Milch- oder Eiproduktion.

Neben den endlosen Quale zahlreicher Tiere sind die ökologischen Auswirkungen verheerend. Global ist die Tierhaltung zu gleichen Teilen am Klimawandel beteiligt wie der gesamte Verkehr inklusive Flugverkehr. Das liegt Hauptsächlich am großen Sojaverbrauch durch die Fütterung. Über den Umweg Tier kommt nur jede siebte Kalorie beim Menschen an D.h. Für einen Liter Milch wir siebenmal soviel Soja benötigt wie für einen Liter sojamilch. Die Sojafelder wiederum fressen sich immer weiter in die noch bestehenden Regenwälder, welche viel CO2 gebunden haben, welches bei der Rodung oder Brandrodung freigesetzt wird.

In Mac Pomm/ Alt Tellin soll diesen Herbst die größte Schweinemastanlage Europas gebaut werden. Auch hier gibt es Widerstand. Vom 8. bis zum 11 September findet hier ein Aktionswochenende statt. http://schweinerei.blogsport.de/

Boehringer

Boehringer ist nach Bayer der zweitgrößte Pharmakonzern Deutschlands und hat wie es sich für ein Pharmaunternehmen gehört jede Menge Dreck am Stecken (abgesehen vom kapitalistischen Normalbetrieb, welcher auch in der Pharmabranche das größte Verbrechen darstellt. Denn im Kapitalismus hat jededs Pharmaunternehmen ein interesse an kranken Menschen, da sie durch diese viele Geld verdienen können. Die verkauften Produkte werden also kranke Menschen erzeugen um weiter Profote aus ihnen schlagen zu können).

Wohl am bekanntesten ist der Dioxin-Skandal von 1984 in HH. Trotz Kenntnissen des Konzerns über Dioxin-Freisetzung und deren Gesundheitsauswirkungen, stoppte der Konzern die Produktion nicht und ist somit verantwortlich für die schlimmen Erkrankungen vieler ArbeiterInnen, welche zum großen Teil bis heute nicht entschädigt wurden (was für eine Annahme, dass mensch die Desundheit mit etwas Kohle entschädigen könnte)

Boehringer lieferte auch das Dioxin für das Agent Orange welches im Vietnam eingesetzt wurde und verheerende Auswirkungen hatte.

In neuester Zeit behinderte der Konzern den Zugang von Nevirapine-Sirup (welches entscheidend für die HIV-Behandlung infizierter Kinder ist) an bedürftige Menschen.

Die BesetzerInnen suchen Kontakte zu anderen sozialen Bewegungen die an anderer Stelle gegen Boehringer kämpfen, um den Widerstand koordinieren verstärken zu können.

Anti-Speziesistischer Hintergrund:

Die meisten BesetzerInnen argumentieren mit einem antispeziesistischen Hintergrund, welcher versucht einen Mensch-Tier-Dualismus abzubauen.

Dabei wird die Willkürliche Grenzsetzung zwischen Menschen und Tieren kritisiert und für eine differenziertere Betrachtungsweise plädiert. Denn: Natürlich ist ein Borkenkäfer nicht das gleiche wie ein Mensch. Aber ein Borkenkäfer ist auch nicht das gleiche wie ein Schimpanse. Der Unterschies zwischen einem Menschen und einem Schimpansen dürfte sogar wesentlich geringer sein, als der zwischen Schimpanse und Borkenkäfer.

Eine differenzierte Betrachtungsweise die in abstufungen denkt dürfte näher an der Realität sein, als ein Dualismus, der allen Tieren die gegenteiligen Eigenschaften zuweist wie dem Menschen. Der Mensch ist vernunftsfähig, also müssen Tiere vernunftsunfähig sein.

Menschen können fühlen, also können Tiere nicht fühlen.

Nur durch diesen Dualismus ist es möglich Tiere zu Objekten zu degradieren, die weder denken noch fühlen können und die von Menschen nach belieben benutzt werden können.

Aktionswoche gegen Tierversuche

Vom Freitag den 4. September bis zum Mittwoch den 9. September wird auf der Besetzung eine Aktionswoche stattfinden. Viele Aktionen, Workshops, Vorträge, Konzerte und weiteres sollen hier stattfinden. Werdet selber kreativ, und denkt euch Programm und Aktionen aus. Auch wenn die Besetzung schon geräumt sein sollte, wird die Aktionswoche anderswo stattfinden.

Wie könnt ihr die Besetzung unterstützen?

-Kommt vorbei und bringt eigene Ideen mit (und veganes Essen:-))

-Startet Soli-Aktionen bei euch.

-Macht Aktionen gegen Boehringer

-Kommt zur Aktionswochenende

-Startet eigene Kampangen gegen für Tierbefreiung und gegen Tierausbeutung

Repression gegen Boehringer-Besetzung

Seit über 3 Wochen ist der Bauplatz für ein Tierversuchslabor von Boehringer in Hannover besetzt. Dass in der Nacht auf Dienstag gesprayte Sprüche am Haus von OB Weil auftauchten (Tiermörder – gegen Boehringer …) nahmen die Büttel zum Anlass um auf das besetzten Gelände einzudringen und die Personalien (fast) aller Anwesenden aufzunehmen, die nun als Verdächtig gelten. Eine Person die auf einer Plattform in einer Eiche saß wollte nicht runterkommen zur Personalienabgabe, da half auch die Androhung eine Klettereinheit zu holen nichts. Unter dieser Eiche kam es zu folgender Situation:
Bulle 1: „Hoffentlich pistt der jetzt nicht runter“
Bulle2: „Wenn der mir auf den Kopf pisst müssen wir ihn runtreschiesen“
Aktivistinnen forderten seine Dienstnummer, bekamen sie nicht. AktivistInnen forderten vom Einsatzleiter die Dienstnummer des Schießgeilen Bullens. Einsatzleiter: „Das ist nicht nötig, das regeln wir schon“
Es wurden auch Hütten und der Privatkram von Menschen untersucht. Es wurde ein Eimer roter Farbe als Beweismittel sichergestellt. Blöd nur, dass auf den Bildern eindeutig zu sehen ist, dass die Sprüche gesprayt sind.
Diese Aktion ist als Einschüchterungsversuch aufzufassen. Am Abend fand eine Spontandemo durch die Innenstadt statt.
Die lokale Presse berichtet groß über die Geschehnisse, übernimmt aber Größtenteils den Bullenbericht.

Vorbereitungen Klimacamp Kelsterbach

Klimacamp 09 – 17. -23 August – Kelsterbach

Die Vorbereitungen des Klimacamps laufen auf hochtouren. Es wird weiterhin noch eine Küche benötigt. Wer Ideen für Vorträge, workshops, oder sonstigem Programm hat, bitte auch melden.
Ansonsten kommt mit vielen Ideen zum Camp und nicht nur als Konsumenten. Überlegt euch eigene Aktionen!
Unten der Aufruf fürs nächste Vorbereitungstreffen.

Kerosin und Kohle sollen die „Aktionsschiene“ des bevorstehenden Klimacamps bestimmen. Diesen Schwerpunkt setzte am Freitag die Camp-Vorbereitungsgruppe beim wöchentlichen Treffen in Rüsselsheim. Es kann nicht sein, das trotz Klimaproblematik weiter auf Flughafenausbau und Kohlekraftwerkneubauten gesetzt wird !
Ein inhaltlicher Schwerpunkt -der gegenwärtig in Vorbereitung ist- wird die Diskussion sozialer Einwirkungen und Auswirkungen der Klimakatastrophe werden.(Stichworte: Klimaflüchtlinge/ EU-Aussengrenze Flughafen)
Die organisatorischen Vorbereitungen gehen voran, Bühne und Zelte sind organisiert. Wo diese aufgeschlagen werden, ist wegen laufender Verhandlungen noch nicht abschliessend geklärt. Dies wird und muss in den nächsten Tagen geschehen.
Das nächste Vorbereitungstreffen findet am Donnerstag, den 30.Juli um 18 Uhr wieder im Freiwerk in Rüsselsheim, Hügelstrasse 11 statt. Dies ist ein „Last Call“! Es ist wichtig, dass möglichst viele, die das Camp organisatorisch und inhaltlich mitgestalten wollen,zu diesem Termin kommen !

Besetzung gegen Boehringer- Tierversuchslabor geht weiter

Von Indy:
Die Besetzung des Geländes auf dem der Pharmariese Boehringer ein Versuchslabor für die Erforschung von Impfstoffen für die (Massen-)Tierhaltung bauen möchte,dauert weiterhin an. (mehr…)

Australien: Kraftwerk lahmgelegt

Im Westaustralischen Bluewaters coal-fired powerplant, des Stromerzeugers Graffin Energie, nahe Collin soll Holz aus Urwald-Kahlschlag verbrannt werden um Energie zu erzeugen (weiß wer was wie das technisch geht?) . Das Ganze wird als Beitrag für eine regenerative Energiewirtschaft dargestellt. Nachzusehen ist das auf der Seite von Bluewater, Greenwashing at it’s best: Bluewater
Gegen dieses Projekt bessteht aber Widerstand von UmweltaktivistInnen. Am 26. Juni ketteten sich zwei solche an einem Förderband des Kraftwerkes fest und legten es so für 6 Stunden lahm. Die beiden Festgeketteten wurden von der Polizei losgemacht und anschliesend in Gewahrsam genommen, wie auch noch eine dritte Person.
„Graffin Energie ist einer von West-Australiens Hauptverursacher des Klimawandels. Sie bauen gerade noch ein anderes Kohlekraftwerk und planen drei weitere“ sagt Jael Johnson, eine Aktivistin.
(mehr…)

Cycling for change: Brückenblockade in Dänemark

Im Vorfeld des gerade laufenden Klimacamps in Dänemark, gab es eine nette Blockadeaktion von der Fahrradkaravane aus Hamburg.
Eine Autobrücke wurde für etwa eine viertel Stunde blockiert, indem eine Reclaim the streets Party auf der Mitte der Brücke stattfand. Zwei KletteraktivistInnen hängten ein Banner über die Brücke mit der Aufschrift: Stop, it can‘t go on like this. Die dänische Polizei war überfordert und trat relativ brutal auf, und nahm alle AktivistInnen in Gewahrsam um DNA und Fingerabdrücke abzunehmen.
In der dänischen Presse wurde die Aktion groß aufgenommen. Selbst in den nationalen Nachrichten wurde sie erwähnt.

Hier koennt ihr euch das Video von der Karawanenaktion auf der Bruecke nahe Vordingsborg anschauen:
hier

Die Pressemitteilung:

Bike-Tour zum Klimakamp in Vordingborg (DK) verhaftet

Die Fahrradkarawane „cycling for change“, die am 6.7. in Hamburg Richtung Kopenhagen zum dortigen Klimacamp aufgebrochen ist, wurde in der dänischen Stadt Vordingborg nach einer Aktion komplett verhaftet. Die Aktivist_Innen hatten versucht, an der Sundbrücke vor Vordingborg ein Banner aufzuhängen und mit ihren Fahrrädern eine kurzfristige Straßenblockade zu errichten, um gegen die klimaschädlichen Folgen des immer weiter wachsenden Verkehrsaufkommens zu protestieren.
(mehr…)

Allmæchtige G8 begrenzen die Erderwærmung um 2 Grad

Die Zeitungen sind heute mal wieder voll mit Klimaschutz. Denn die G8 haben gestern beschlossen das Klima zu retten. Und zwar auf 2 Gad Erwærmung soll die Erderwærmung begrentzt werden. Dann kønnen wir uns jetzt ja zuruecklehnen, und der Blog hier wird endlich ueberfluessig. Æhm, ein par kurze Fragen davor aber noch:

-Was ist mit den Rueckkopplungseffekten (Effekte durch die der Klimawandel verselbststændigt wird, z.B. beim tauen von Permafrostbøden, wobei Methan frei wird), die wahrscheinlich gerade bei einer Erwærmung von 2 Grad einsetzten, werden die einfach verboten von der G8?

-Durch welche Massnahmen soll der Klimawandel begrenzt werden? Werden Stoppschilder aufgestellt, bei 2 Grad? Auf eine Reduktion um 50 Prozent wollten sich die G8 jedenfalls nicht einigen (was ja allerdings genauso inhaltsleer wære)

-Zwei Grad, super!! Und was ist mit den Milliarden von Menschen deren Lebensgrundlage dabei zerstørt werden? Was ist mit den Lebensræume unendlicher Lebewesen die dadurch zerstørt werden, z.B. die Regenwælder die dabei zerbrennen und austrocknen werden? Und eben dadurch zu den oben genannten Rueckkopplungseffekten gehøren, die den Klimawandel wahrscheinlich auf 3 Grad 4 Grad 5 Grad und 6 Grad erøhen werden, und die Erde zu einer unbewohnbaren Wueste machen werden? Ich vergass: Die Stoppschilder!!

Noch einen Wunsch an die G8: Beschliest ihr næchstes Mal bitte schønes Wetter und dass niemand mehr hungert und so? Danke schøn schonmal.

Mainz: Baustelle des Kohlekraftwerks besetzt

Am gestrigen Montag besetzten rund 20 Aktivist_innen die Baustelle des geplanten Kohlekraftwerks in Mainz. Sie bauten ein 5 Meter hohes Windrad auf und entfalteten Transparente. Damit wollen sie auf die verheerenden globalen Folgen klimaschädlicher Kohlekraftwerke aufmerksam machen, wie auch eins der Banner verdeutlichte: „Kohle für Euch, Dreck für uns, Fluten für den Rest“. (mehr…)

Cycling for change – Klima Karavane startet nach Kopenhagen

Morgen startet die Fahrradkaravane zum Klimacamp in Kopenhagen. Unterwegs soll sich mit vielen Aktionen und Diskussionen schonmal aufgewärmt werden für das Klimacamp in Kopenhagen, wo sich diesen Herbst, ja auch die Mächtigen dieser Welt auf der COP19 treffen werden, um zu besprechen wie sie diese Erde retten können – Spaß beiseite – wie sie uns einreden können alles im Griff zu haben und sich schon darum zu kümmern, um uns zu beruhigen. Ist aber auch schon ok, wenn sie sich nicht darum kümmern, dann machen wir das halt selber. Das Problem dabei ist nur dass viele Menschen es immer noch als Aufgabe der Politiker sehen die Erde zu retten. Wie mensch das ändern kann? Puh, gute Frage, zumindest sollte mensch diese Denke nicht unterstützen, indem mensch nach Kopenhagen fährt und an diese Politiker appeliert, die doch genau dafür das Treffen veranstalten um sich als Ansprechspartner für die Lösungen der Probleme der Erde zu inszenieren. Und 90 % der linken Szene fällt natürlich drauf rein. Argghhh. Naja, jedenfalls gibt es die Karavane die versuchen wird auch ihren Sämpf dazu zu geben.

Nation und Menschen und Klimaschutz und Greenpeace

Nach dem Artikel „Greenpeace klettert für die Nation“ gab es hier sehr viele Kommentare vie: „Wer wenn nicht die Menschen sind denn bitte schön der Staat“ oder: „Antideutsche Kleingesiter wie du gehen mir auf den Sack“
Darum hier nochmal etwas zu diesem Thema:
Der Staat ist mehr als nur „die Menschen“. DAs wird schon klar bei der Überlegung welche Menschen gemeint sind: Alle, oder jene die die gleiche Hautfarbe haben, die gleiche Sprache sprechen, oder auf einem bestimmtem Gebiet leben? Wie wird dieses Gebiet bestimmt. Warum bilde ich eine Nation mit Menschen die 1000 Km entfernt leben aber nicht mit den Menschen die 30 km entfernt leben, also fast meine Nachbarn sind? Suche ich mir meine Nation aus, oder werde ich ihr passiv zugeordnet? (mehr…)

Platzbesetzung gegen Tierversuchslabor

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli haben wir ein Gelände in Hannover, auf dem das Tierversuchslabor des Pharmakonzerns Boeheringer Ingelheim gebaut werden soll, besetzt. Mit dieser Aktion des Zivilen Ungehorsam wollen wir mehr Öffentlichkeit gegen Boehringers Bauvorhaben gewinnen und die Baupläne durch gewaltfreie Art durchkreuzen. Wir fühlen uns keiner Gruppe oder Organisation zugehörig und verstehen uns als loser Zusammenschluss von Tierbefreiungs- und Ökoaktivist_innen aus dem ganzen Bundesgebiet und freuen uns über jeden Besuch und Mitbesetzer_innen. Kommt einfach vorbei! Am Donnerstag, 2.7. gibt’s ab 16 Uhr ein erstes Kennenlernen für Anwohner_innen und Interessierte bei veganem Kuchen und Döner und am Freitag, 3.7., ab 18:30 Uhr Volkxküche und danach Live-Musik vom Liedermacher Fidl Kunterbunt! (Anfahrt: siehe Ende der Mail)
(mehr…)