Greenpeace klettert für die Nation

Greenpeace hatte mit Emanzipation ja noch nie viel am Hut. Verwiesen werden soll nur auf die extrem hierarchische Struktur und die in den letzten Jahren stattgefundene Spezialisierung auf Lobbyarbeit. Den Vogel abgeschossen haben sie aber nun: Greenpeace bekletterte die Reaktorkuppel des Atomkraftwerks Unterweser um ein Transparent zu hängen mit der Aufschrift: „Atomkraft schadet Deutschland“ So so, das Problem ist also nicht, dass hier AnwohnerInnen verstrahlt werden, dass anderswo Tausende beim Uranabbau umkommen, dass ein Risiko für alle Lebewesen weltweit auf unabsehbare Zeit besteht, sondern das es Deutschland schadet. Wenn das so stimmen würde, dann sollte mensch ja eigentlich zu Vattenfall gehen und so viele dieser Dinger in die Gegend setzten wie möglich. Auf dass Deutschland daran zugrunde geht. Leider ist es nicht so. Denn Atomkraftwerke nutzen Deutschland genauso wie jedem anderem Staat, sonst würden sie nicht subventioniert, oder sonst würden nicht die Risiken übernommen werden.
Atomkraftwerke nutzen den Staaten nämlich, dabei unabhängig von Rohstoffen anderer Länder zu sein, und natürlich haben sie einen militärischen Nutzen.
Die Aussage muss deshalb genau andersherum sein: Atomkraft nutzt Deutschland, und Deutschland schadet den Menschen. Deßhalb Deutschland und Atomkraft abschaffen.

KletteraktivistInnen werden bei Greenpeace wie in der Schule benotet, und nur die besten kommen ins nächste Training und so weiter. Wäre stattdessen nicht vielleicht ein Schnuppertraining der KampangenplanerInnen in Theorie angemessener?
(Ohne jetzt mit der eigentlich korrekteren Forderung nach Abschaffung von der Trennung von PlanerInnen und AusführerInnen kommen zu wollen)

Deutschland in die Asse, Atomkraftwerke abschaffen! Endlagerung im Bundestag, oder in der Greenpeace Zentrale!


8 Antworten auf „Greenpeace klettert für die Nation“


  1. 1 Anonymous 22. Juni 2009 um 14:28 Uhr

    „Atomkraft schadet Deutschland, und Deutschland schadet den Menschen“
    Meinst du nicht eher atomkraft nutzt Deutschland?

    „Atomkraftwerke nutzen den Staaten nämlich, dabei unabhängig von Rohstoffen anderer Länder zu sein,“
    Soweit ich weiß, wird das Uran importiert, oder?
    Ich denke eher, das mit Atomstrom besonders hohe Profite erzielt werden und daher AKWs logische Konsequenz aus kapitalistischerWirtschaftsweise sind? Weiß ja nicht wie die PM von greepeace aussah, aber wollten die vielleicht vorrechnen,das die Endlagerung zu teuer ist??

  2. 2 Herrmann Rossmann 22. Juni 2009 um 19:01 Uhr

    „Endlagerung im Bundestag, oder in der Greenpeace Zentrale!“

    Am Besten bei dir zu Hause! Wer so einen Blödsinn zusammenschreibt, bei dem ist sowieso alles zu spät…

  3. 3 Solarwarrior 23. Juni 2009 um 17:23 Uhr

    Und das das Ganze eine Antwort auf die aktuelle Wahlkampagne der CDU ist (Team Deutschland) hast Du leider auch nicht verstanden.

  4. 4 nigecus 23. Juni 2009 um 17:27 Uhr

    „Atomkraftwerke nutzen den Staaten nämlich, dabei unabhängig von Rohstoffen anderer Länder zu sein…“

    Und? Wo wird das Uran aus der Erde gebuddelt?

    Naja, es wird auch immer vergessen, dass die Stromerzeugung bis vor ein paar Jahren in (halb-)öffentlicher Hand war. Es machte bspw Sinn ein hoch verzweigtes Stromnetz zu haben, damit nicht sofort auf allen Militärbasen der Allierten das Licht ausgeht, wenn die UdSSR die BRD mit taktischen Raketen bombadiert.

    Bei den Kraftwerken, im Allgemeinen, machte es auch Sinn alle größeren externen Kosten der Kommunalversorger über den Bund abzurechnen, weil es am Ende eh die öffentliche Hand bezahlte. Nun leben wir einer Welt mit privatisierten Energiesektor, sodass man sich auch die Frage stellen muss inwiefern die Allgemeinheit, d.h. Alle Steuerzahler, bestimmte Kostenposition „wie früher“ bezahlen sollte? Es ist einfach so, dass rechtlichen Bedingungen zu denen die „öffentlichen“ Energieverdorger in den 50erund 60er Jahren ihre Baugenehmigungen erhielten aus Sicht eines Privatbetreibers ein Freifahrtsschein zum Gelddrucken sind – Komisch, dass dies nicht „privatisiert“ wurde.

    Was ich irgendwie witzig finde ist, dass ein Großteil der Bevölkerung anscheinend glaubt, dass Geschenke der öffentlichen Hand (Subventionen, Abrackprämien, Erlass von Pflichten, usw) am Ende keiner bezahlen muss: Strom kommt aus der Steckdose, und Geld wächst auf den Bäumen! Na klar!

  5. 5 Gonzo 01. Juli 2009 um 23:34 Uhr

    Ogott, wie sehr mir antideutsche Kleingeister wie du auf den Sack gehen…

  6. 6 Andreas 02. Juli 2009 um 9:05 Uhr

    Zitat: „Denn Atomkraftwerke nutzen Deutschland genauso wie jedem anderem Staat, sonst würden sie nicht subventioniert, oder sonst würden nicht die Risiken übernommen werden.“
    Wer hat denn einen Nutzen von Subvention von Atomkraft? Der Bürger weil der Strom billiger wird? Ist er nicht geworden. Aber schau Dir mal die Gewinne der Stromindustrie an.
    Und wer wird krank, wenn bei einem Störfall die Umwelt verstrahlt wird? Deutschland oder der Bürger? In welcher Form übernimmt denn Deiner Meinung nach Deutschland das Risiko für Atomkraft? Mit Fonds für Krankenkassenrücklagen?
    Aber schön, das Du Dir um das Licht der Militärbasen Sorgen machst…

  7. 7 Marc 02. Juli 2009 um 9:27 Uhr

    Wer wenn nicht die Menschen sind denn bitte schön der Staat
    ?

  8. 8 Tobi 02. Juli 2009 um 9:32 Uhr

    Hey Autor, du scheinst ja irre Insiderkenntnisse über die Aktivistenszene von Greenpeace zu besitzen. Fragt sich nur, woher du so einen Senf hast…

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