Archiv für Juni 2009

Ir, Rossport: Shell to Sea

Shell, Statoil und Marathon planen die Ausbeutung eines Erdgasfeldes vor der Westküste Irlands. Anstatt das Gas, wie üblich direkt auf See aufzubereiten, soll es durch eine Hochdruckpipeline 10 Kilometer an Land zur Raffinerie gepunpt werden, da dies billiger ist.
Durch die Pipeline werden unvorhersehbare Folgen für die Region und die Umwelt erwartet.
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Earth Liberation Front: Aktivitäten in Mexico


Nachdem die Hochzeiten der ELF in Nordamerika vorbei zu sein scheinen (Ende der 90 bis etwa 2003 gab es viele Spektakuläre Aktionen: Skigebiete, Schlaachthäuser und Luxusneubauten wurden in die Luft gejagt) verzeichenen sich seit einiger Zeit immer mehr Aktivitäten der ELF in Mexico.
Am 23. März 09 wurde ein Baufahrzeug abgebrannt, und eine Bank mit Steinen angegriffen, am 4. Mai 09 wurde ein weiteres Baufahrzeug abgebrannt. Aus den BekennerInnenschreiben der „Frente de Liberación de la Tierra“ ging leider nicht hervor um welche Bauprojekte es sich handelt, sondern nur dass diese Maschinen die Natur zerstören. (mehr…)

Gabriel und die Autoindustrie und der Umweltschutz

„Ich bin als Deutscher Umweltminister aber an einer florierenden Automobilwirtschaft interessiert, weil ich steigende Ausgaben für den Umweltschutz bei uns und im Ausland nur finanzieren kann , wenn es in Deutschland Menschen gibt, die Arbeit haben und Steuern zahlen.“ (mehr…)

Greenpeace klettert für die Nation

Greenpeace hatte mit Emanzipation ja noch nie viel am Hut. Verwiesen werden soll nur auf die extrem hierarchische Struktur und die in den letzten Jahren stattgefundene Spezialisierung auf Lobbyarbeit. Den Vogel abgeschossen haben sie aber nun: Greenpeace bekletterte die Reaktorkuppel des Atomkraftwerks Unterweser um ein Transparent zu hängen mit der Aufschrift: „Atomkraft schadet Deutschland“ So so, das Problem ist also nicht, dass hier AnwohnerInnen verstrahlt werden, dass anderswo Tausende beim Uranabbau umkommen, dass ein Risiko für alle Lebewesen weltweit auf unabsehbare Zeit besteht, sondern das es Deutschland schadet. Wenn das so stimmen würde, dann sollte mensch ja eigentlich zu Vattenfall gehen und so viele dieser Dinger in die Gegend setzten wie möglich. Auf dass Deutschland daran zugrunde geht. Leider ist es nicht so. Denn Atomkraftwerke nutzen Deutschland genauso wie jedem anderem Staat, sonst würden sie nicht subventioniert, oder sonst würden nicht die Risiken übernommen werden. (mehr…)

Baumbesetzung in Schottland gegen Kohleabbau

In Schottland, South Lanarkshire wurden gestern Bäume besetzt um die Weiterführung eines Braunkohle-Tagebaues zu verhindern. Baumhäuser und andere Infrastruktur wurden hochgezogen, die Besetzung soll dauerhaft aufrecht erhalten werden und ein Widerstandscamp entstehen. Scottish Coal hat die Erlaubnis erhalten 1.7 Millionen Tonnen Kohle aus den Mainshill Woods abzubaggern. Im April wurde die endgültige Zusage für den Abbau gegeben, was lokale Empörung hervorrief. Die Besetzung wird von lokalen Gruppen deshalb auch gut unterstützt. (mehr…)

Aufruf: Klimacamp

Das diesjährige deutsche Klimacamp findet von Montag, dem 17. August bis Sonntag, den 23. August im Rhein-Main-Gebiet statt. Hier der Aufruf der Vorbereitungsgruppe:
Seit Beginn der 1980er Jahre sprechen Wissenschaftler vermehrt von einer drohenden Klimaänderung. Es ist mittlerweile unbestritten, dass der Mensch einen großen Anteil daran hat. Die „Klimakatastrophe“ ist medial allgegenwärtig. Auch ist unbestritten, dass die Qualitäten der Umwelt und des Sozialen sich wechselseitig bedingen und zumindest mittelfristig verstärkt in Beziehung zueinander stehen. (mehr…)

Studie bestätigt: Klimawandel macht Flucht

Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität der Vereinten Nationen, der Columbia Universität und der Hilfsorganisation Care International ergibt, dass bis zum Jahr 2050 bis zu 700 Millionen Menschen auf Grund der Auswirkungen des Klimawandels zu Flüchtlingen werden.

„Flucht und Vertreibung von Millionen Menschen infolge des Klimawandels bedrohen laut einer Studie die weltweite Sicherheit in unabsehbarem Ausmaß“ schreibt die Rheinische Post. Das Problem ist also nicht, dass durch den Klimawandel die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen zerstört werden (was längst Realität ist, jährlich sterben laut neusten Schätzungen etwa 300 000 Menschen pro Jahr an den folgen des Klimawandels), sondern dass, wenn diese Menschen dann zu Flüchtlingen werden, die weltweite Sicherheit bedroht ist. (mehr…)

Das Klima retten: Mit Gentechnik!?

Endlich ist die Gentechnologie auch mal für etwas sinnvolles zu gebrauchen. Denn jetzt soll sie das Klima retten. Wie das gehen soll? Auf verschiedene Arten.
Das kalifornische Unternehmen Arcadia Biosciences beispielsweise entwickelt Reissorten, die mit weniger Stickstoffdünger auskommen. 2012 sollen sie auf den Markt kommen. Nach Angaben des Unternehmens könnten 50 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden, wenn der weltweit angebaute Reis durch den Arcadia-Reis ersetzt werden würde. Das Unternehmen will auch andere Pflanzen so modifizieren dass sie weniger Dünger benötigen.

Oder Bäume: Momentan werden Bäume entwickelt, die schneller wachsen und mehr CO2 aufnehmen können. Damit die Bäume keine Gefahr für die Umwelt darstellen sollen sie steril werden, dass heißt sie werden sich nicht fortpflanzen können und somit auch nicht Blühen und keine Früchte tragen. Um für das Klima spürbar zu sein müssten diese Bäume auf riesigen Plantagen angebaut werden. Endlose Friedhöfe voll lebender Toten immergleichen Bäume. (mehr…)

Aufruf: Klima-Aktions-Camp 09 im Rhein-Main Gebiet


Wie letztes Jahr in Hamburg soll es dieses Jahr wieder ein Klimacamp geben. Und zwar im Rhein-Main Gebiet vom Montag den 17.08. bis zum Sonntag den 23.08. Direkte Aktionen, klimaneutrales Leben, und der inhaltliche Austausch über die Klimaproblematik sollen die 3 Säulen des Camps bilden. Das Camp soll horizontal und selbstorganisiert ablaufen. Unterstützung wird noch in vielen Bereichen gebraucht. Das nächste Vortreffen findet statt am Freitag den 26.06.
Hier der Aufruf: (mehr…)

London: Flughafen besetzt

Was in Berlin der Höhepunkt der Freiraumtage werden soll ist in London bereits, auf ganz andere Art und Weiße geschehen: Die Besetzung eines Flughafens.

Heute morgen um 2.30 schnitten sich fünf Öko-AktivistInnen durch den Zaun des Flughafens „London City Airport“ und ketteten sich mit Metallrohren kreisförmig aneinander, direkt um ein kleines Flugzeug am West-Ende der Startbahn. Da der Flughafen nur eine Start- und Landebahn hat, war der gesamte Flugverkehr des Flughafes unterbrochen. Die Gefahr dass beim flexen die Funken, leicht entzündliches Flugbenzin entzünden, könnte den normalen Vorgang des aus den Rohren schneiden ernsthaft erschweren. (mehr…)

Shell to Sea


Shell, Statoil und Marathon planen die Ausbeutung eines Erdgasfeldes vor der Westküste Irlands. Anstatt das Gas, wie üblich direkt auf See aufzubereiten, soll es durch eine Hochdruckpipeline 10 Kilometer an Land zur Raffinerie gepunpt werden, da dies billiger ist.
Durch die Pipeline werden unvorhersehbare Folgen für die Region und die Umwelt erwartet.
Die Gegner dieses Megaprojekts haben sich zur Kampange „Shell to Sea“ zusammengeschlossen, was doppeldeutig gemeint ist. Da einige der Beteiligten die Gasförderung komplett ablehnen, und andere nur für die Aufarbeitung auf See sind.
Die Kampange schafft es jedenfalls fast täglich direkte Aktionen zu starten, wie zum Beispiel die Besetzungen von Baggerschiffen. (mehr…)

Green Business Center, Freiburg: Bauplatzbesetzung dauert an

In Freiburgs „grünem“ Stadtteil Vauban soll ein rießiges Greenwashing-Projekt entstehen. Ein Riegel, der ein bißchen Ökologisch gebaut werden soll, damit sich darin dann Geschäfte und Firmen ein grünes Image geben können. Und die Stadt will ihr eigenes grünes Image damit unterstreichen. Auf der Expo in Shanghai soll das Vauban als grünes Vorzeigeviertel ausgestellt werden. Bis dahin soll das Business Center fertig sein. (mehr…)

Klimaschutz von unten

Klimaneutral, oder zumindest klimafreundlich ist heute eigentlich alles: Die Flugreise, der Sprit, die Bundeskanzlerin, die Kohlekraftwerke und die Bildzeitung.
Für Klimaschutz zu sein ist also ungefähr so aussagekräftig, wie für Freiheit zu sein. Das ist auch jede.
Menschen wachrütteln zu wollen, um ihnen klarzumachen wie schlimm der Klimawandel ist, wie es die meisten Umweltschützer machen ist also sinnlos. Vielmehr müssen die herrschenden Diskurse über den Klimawandel analysiert und angegriffen werden, nach denen der Neukauf eines Autos zum Beispiel ein klimaschonender Akt ist. (mehr…)