Archiv für März 2009

Klimacamp während G-20 in London

Am 2. April treffen sich die Regierungen der G-20 Staaten in London um auf einem Gipfeltreffen Auswege aus der gegenwärtigen Krise zu finden. Die Vertreter der 22 mächtigsten Staaten der Welt werden darüber diskutieren, wie die Weltwirtschaft wieder stabilisiert werden könte und in welcher Form die Regeln des globalen Kapitalismus umgeschriben werden müssen.
Neben zahlreichen anderen Aktivitäten gegen diesen Gipfel, organisieren KlimaaktivistInnen ein Klimacamp mitten in London, um den Schwachsinn des Emmissionshandels zu thematisieren und die kapitalistische Wirtschaftsweise allgemein als Verursacherin des Klimawandels rauszuheben.
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Klimacamp in Kelsterbach

Es gibt die Planungen dieses Jahr doch noch ein Klimacamp in Deutschland zu organisieren. Und zwar in Kelsterbach, um mit dem Camp Widerstand gegen die Landebahn Nordwest zu leisten. Im Gegensatz zum letztjährigen Klimacamp in Hamburg soll das Camp hierarchiefrei organisiert sein und stark auf DIY ausgerichtet sein. Nicht nur um weniger Arbeit beim organisieren zu haben, sondern auch um die selbstorganisationsfähigkeit der Szene zu stärken und um nicht ein Konsum-Event zu sein. Die Planungen sind noch ganz am Anfang, es wird demnächst ein erstes Treffen geben. Der Termin und Ort wird hier noch bekannt gegeben werden.

Radeln für ein ganz anderes Klima

Im Dezember diesen Jahres wird in Kopenhagen der Klimagipfel der vereinten Nationen stattfinden. Dort werden sich die Mächtigen der Welt als Klimaschützer_innen inszenieren, während unter dem Strich bloß weitere Absprachen getroffen werden, um weiterhin „business as usual“ zu fahren. Das im selben Rahmen entstandene Kyoto-Protokoll zeigt, wie der Mechanismus funktioniert: Zuerst wird ein schön klingendes Papier verabschiedet, dessen ohnehin völlig unzureichende Forderungen danach nicht erfüllt oder total ignoriert werden. Oder mensch ratifiziert das Protokoll erst gar nicht, so geht es am Leichtesten. Im Endeffekt hat kein Klimaschutz stattgefunden (geschweige denn irgendwelche sozialen Fortschritte), aber die Öffentlichkeit ist beruhigt, da „die da oben“ ja etwas tun.

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Internationales Vernetzungstreffen zu Klimaschutz von unten

Im Dezember findet in Kopenhagen die COP 15 statt. Es werden die ersten großen internationalen Proteste zum Thema Klimawandel sein. Ob auch emanzipatorische Ansprüche formuliert werden, oder ob lediglich mehr Klimaschutz von den, sich treffenden, Regierungen gefordert wird, wird sich zeigen. Genauso, ob es inszenierte Massenproteste werden, oder ob es auch aktionsfähige Kleingruppen gibt, die es schaffen Kopenhagen mit vielfältigen, kreativen und direkten Aktionen zu übersähen.
Um zu selbstorganisierter Aktionsfähigkeit, sowie einer inhaltlichen Debatte über Klimaschutz von unten etwas beizutragen, wollen wir direkt im Vorfeld des Gipfels ein internationales Vernetzungstreffen organisieren. Etwa 2 Wochen lang wollen wir uns treffen um Aktionstechniken auszutauschen, eventuell konkrete Aktionen für Kopenhagen zu planen und um inhaltliche Positionen auszuarbeiten, oder zu diskutieren. Das Treffen soll selbstorganisiert ablaufen, das heißt, das es kein vorgegebenes Programm geben wird, und keine Trennung zwischen Organisatoren und Teilnehmern. Das Treffen lebt von den Workshops, Diskussionsrunden und Vorträgen die die Teilnehmer organisieren. Solltest du Interesse haben an dem Vernetzungstreffen teilzunehmen, oder mit zu organisiseren, melde dich bei florian.h@gmx.de

Wofür diesen Blog?

Die Alianz der Klimaretter ist groß: Von der Bildzeitung über die Bundeskanzlerin bis zum BUND. Denn diesmal wollen wir alle das gleiche, und müssen zusammen kämpfen. Nein, wir wollen nicht alle das gleiche: Wir müssen das kuschelige Gemeinschaftsgefühl mal wieder zerstören. Denn: Das Klimaproblem läst sich nicht lösen innerhalb einer herschaftsförmigen, kapitalistischen Logik, die darauf ausgerichtet ist immer mehr zu produzieren, ob es Sinn macht oder nicht. Denn Umwelt- und Klimazerstörung ist ein Herrschaftsverhältniss, welches sich nicht mit noch mehr Herrschaft bekämpfen lässt. Eine wirkliche Lösung gegen den Klimawandel wird es nur von unten geben, ohne Regierungen und Konzerne, mit Menschen die sich selber organisieren, im Kampf um eine freie, klimagerechte Welt und im Zusammenleben und wirtschaften danach.
Da Klimaschutz heute aber fast immer ein appelieren an Regierungen und Konzerne bedeutet, also einen Klimaschutz von oben, ist es das Ziel dieser Seite Klimaschutz von unten überhaupt erst in die Disskusion zu bringen und voranzutreiben. Aktionsberichte, inhaltliche Texte und weiteres wird es hier zu lesen geben.